Trassenbrettstärke und Gleiswendel

Allgemeine Fragen zum Thema Modellbau.

Moderator: Stephan Rewitzer

Trassenbrettstärke und Gleiswendel

Beitragvon scientific » 7. März 2019, 15:33

Hi Leute!

Ich habe jetzt schon einige modulbauspezifische Seiten durchgewühlt... Aber wirklich fündig bin ich noch nicht geworden...

Für den Modulkasten wird in der Regel 12mm Pappelsperrholz empfohlen. Jedoch nicht das vom Baumarkt, da dieses zu wenige Schichten hat.... (Wo kriegt man gutes Pappelsperrholz als "Normalo" zu günstigen Preisen??? Frischeis? Der schneidet aber nicht zu... )

Aber die Stärke für die Trassenbretter wird irgendwie nirgendwo empfohlen. Bei einem Anbieter von gelaserten FREMO-Modulkästen hab ich gesehen, dass der diese auch aus 12mm Sperrholz macht. Wirkt für mich aber jetzt doch ein wenig gar dick... Oder passt das so?

Und ich plane eventuell auch ein Modul mit einer Gleiswendel (um einen tieferliegenden Fiddleyard erreichen zu können). Aus welchem und wie dickem Material baue ich da am besten die Trassenbretter? Davon hängt ja durchaus auch der Durchmesser der Gleiswendel ab. Ich möchte 2% Längsneigung nicht überschreiten. Und je dicker das Trassenbrett ist, desto größer muss der Radius wegen der minimalen Durchfahrtshöhe auch sein... Ich bin noch unschlüssig, ob ich Rollwagenverkehr auf meiner Anlage überhaupt zulassen soll. Auf der Steyrtalbahn gab und gibts ja keinen (Rollböcke verkehrten in den Kriegsjahren nur auf einem kurzen Abschnitt!)...

Mit einem 8mm Trassenbrett und ohne Rollbockverkehr käme ich auf eine Gleiswendel mit 420mm Radius bei 2% Längsneigung... das klingt für mich realisierbar. Was meinen die Experten?

lg jakob
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Beitragvon Matthias Schulenburg » 7. März 2019, 18:24

Hallo Jacob,

Ja mit der Durchfahrtshoehe hatte ich auch zu hadern, denn ich durfte 2,4 prozent Steigung nicht uebersteigen, sonst waere ich nach einenhalb Drehungen zu hoch angekommen.

Andererseits wollte ich es meinen Freunden nicht verderben, auf meiner Anlage mit ihren grossen und kleinen Rollwagen rumzukollern, samt IVk's und Leo-2095, waehrend fuer meine beduerfnisse Rollboecke ausreichen die fuer meine HF's auch verdaulicher sind.

Um die durchfahrtshoehe niedrig zu halten hab ich die Wendel aus Hartfaserplatten hergestellt und mit Seitenwaenden versteift. Parktisch nur 3 mm dick und so verarbeitet ist die Wendel auch robust.

Den Radius habe ich den Tomix Gleisen angepass, R 355 mm, und passte gerade noch in den vorgegebenen Platz.

Das mit den Rollwagen bzw. Boecken ueberlege es dir noch. Du kannst ja auch einen Kompromiss eingehen und mit niedrigen H0 Wagen wie Klappdeckelwagen fahren. Ich wuerde darauf nicht verzichten.

Lass wissen.

lg
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Trassenbrettstärke

Beitragvon Josef Kaufmann » 7. März 2019, 20:24

Hallo Leute! Ich baue schon 20 Jahre lang Module und verwende nur 12mm Birkensperrholz. Ich habe damit die besten Erfahrungen gemacht. Für meine Wendel habe ich 6mm Birkensperrholz verwendet. Es ist ohne jede Versteifung stark genug. Ich habe 550mm Radius mit einer Steigung von 58mm pro Kreis mit Oberleitung für Mariazellerbahn. Für wesentlich kleineren Radius können nur mehr sehr kurze Züge die Steigung bewältigen. Eine Roco 2095 zieht 14 beladene Wagen hinauf. Eine Liliput U nur 2 2 achser. Für Rollwagenzüge würde ich mindestens 6 - 700mm Radius verwenden.
LG. Josef
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Beitragvon Josef » 7. März 2019, 22:34

Hallo Josef, 58 mm ist die Durchfahrtshöhe, oder?

lg, Josef
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Re: Trassenbrettstärke

Beitragvon croquy » 8. März 2019, 09:16

Servus,

Josef Kaufmann hat geschrieben:Ich habe 550mm Radius mit einer Steigung von 58mm pro Kreis mit Oberleitung für Mariazellerbahn.


Ich komme da auf 1,7%. Habe ich das richtig gerechnet?

Josef Kaufmann hat geschrieben:Eine Roco 2095 zieht 14 beladene Wagen hinauf. Eine Liliput U nur 2 2 achser.


Und da schafft die U nur zwei Zweiachser? :eek: Ich habe meine noch nie ueber Steigungen geschickt. Ich werde wohl noch einige Ueberraschungen erleben...

Patrick
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Beitragvon scientific » 8. März 2019, 16:54

Für hohe Zugkraft waren die Liliput U ja eh nie bekannt. Aber 2 2ax auf 1,17% mit über einem halben Meter Radius... das ist schon arg wenig.

Ich hab jetzt noch neuen Input bzgl. Modulbauweise bekommen... Mit Styrodur als Körper, der nur mit Holz verkleidet ist... klingt spannend. Vor allem für eine Kellerbahn, die in einem nicht Wohnraumtrockenen Keller steht...

lg jakob
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Wendelbau

Beitragvon Naldo » 8. März 2019, 23:03

Hallo Jakob,
ich meine 6mm würden völlig genügen, wenn die Anlage nicht transportiert werden muss. Für die Steigung würde ich so wenig wie möglich rechnen, d.h. wie gross der Platz ist, den Du verwenden kannst. Die Höhendifferenz hängt von der Fahrleitung ab. Wenn Du Holz einsparen willst, findest Du auf meiner Seite einen Tipp.
Gruess Naldo
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Re: Wendelbau

Beitragvon scientific » 9. März 2019, 21:05

Hi Naldo!

Naldo hat geschrieben:Hallo Jakob,
ich meine 6mm würden völlig genügen, wenn die Anlage nicht transportiert werden muss. Für die Steigung würde ich so wenig wie möglich rechnen, d.h. wie gross der Platz ist, den Du verwenden kannst. Die Höhendifferenz hängt von der Fahrleitung ab. Wenn Du Holz einsparen willst, findest Du auf meiner Seite einen Tipp.
Gruess Naldo


Die Anlage soll prinzipiell schon auch auf Reisen gehen. Ich möchte gern auch einmal an einem oder mehreren Modultreffen teilnehmen. :-)

Die Wendel hingegen würde daheim bleiben. Bin eh noch unschlüssig, ob ich sowas überhaupt bauen möchte, oder ob es nicht doch einfach ein klassischer Fiddle-Yard auf Präsentationshöhe wird.

lg jakob
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Beitragvon fairlie009 » 9. März 2019, 21:19

Hallo!

Ich habe die Wendeln so gemacht...
https://www.stayathome.ch/gleiswendel.htm

Schaut eingebaut so aus...

http://abload.de/image.php?img=dscn94601ulir.jpg

Auf der anderen Seite der FYs führt eine gleichartige Wendel nach unten - Durchmesser sind ca 70cm - kleiner ist nicht gut, größer ist kein Platz...
Grüße
Peter

Schmalspurbahn in jedem Maßstab: Hauptsache, es hat Sinn, macht Spaß und bringt auch anderen Freude...
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Beitragvon scientific » 9. März 2019, 23:48

Hi!
fairlie009 hat geschrieben:Hallo!

Ich habe die Wendeln so gemacht...
https://www.stayathome.ch/gleiswendel.htm

Schaut eingebaut so aus...

http://abload.de/image.php?img=dscn94601ulir.jpg

Auf der anderen Seite der FYs führt eine gleichartige Wendel nach unten - Durchmesser sind ca 70cm - kleiner ist nicht gut, größer ist kein Platz...


Die Bauweise mit den Trapezen kenne ich schon. An so eine hätte ich auch gedacht. Was die Wendel angeht... Wenn ich meine Anlage daheim aufgebaut habe, dann wär es natürlich schon fein, einen schönen Schattenbahnhof/Fiddle-Yard zur Verfügung zu haben. Auf Reisen ist sowas natürlich nicht wichtig. Ich frag mich nur, ob so eine Gleiswende auch zerlegbar auszuführen wäre... mein Kellerabgang ist ziemlich eng (Ein Sofa geht schon runter, mit Müh und Not), und wenn ich da einmal ausziehe, dann die Wenzel zerstören zu müssen, ist natürlich nicht fein. Hoch muss sie ja nicht sein. ich muss ja "nur" die Ebene unter den Modulen erreichen. Also von Präsentationshöhe auf Ebene -1, wo ich unter den Modulkästen durchfahren kann. das wären so um die 20cm Höhendifferenz. 10cm Modulkasten + 10cm Schattenbahnhofshöhe.

Oder ich bau mir einen Paternoster für ganze Züge. Hab ich unlängst in einem Video wo gesehen.. https://www.youtube.com/watch?v=fZOsnZ_V10A :-o

lg jakob

PS: Ich finde solche Schweizerkäse mit zu großen Löchern in Schienenfriedhöfen eigentlich ganz schrecklich...
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Gleiswendel

Beitragvon penzing1140 » 10. März 2019, 11:42

Ich sehe mir das einfach so nebenbei an weil ich vor rund 30 Jahren solche - sogar noch groessere - Wendel von Herrn Susskopf da im Marchfeld sah. Da war natuerlich Platz das vor-Ort zusammenzubauen. Schichtenweise. Und ob das nicht auch hier ginge. Ich denke an Segmente von 270°?
mfg aus Wien Penzing
Josef
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