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Lokalbahn Payerbach Hirschwang LB-PH Kalkwerk Hirschwang

Verfasst: 12. Februar 2011, 10:23
von Fred Feuerstein
Hallo zusammen!
Endlich habe ich ein Foto von der Verladeanlage Hirschwang gefunden, das ich euch nicht vorenthalten will.

Bild
http://farm6.static.flickr.com/5020/543 ... .jpg[/img]

Und hier eine Zeichnung von Kalkwerk aus dem Jahr 1935:
Bild
http://farm6.static.flickr.com/5217/543 ... ccfa_b.jpg
Die Links wie immer zur größeren Auflösung.

Erstaulich ist auch das Detail in der Zeichnung, die auf der linken Seite meines erachtens einen Schrägaufzug darstellen soll. Der Strurzschacht auf der rechten Sete dürfte dann in die Verladestelle von Foto 1 führen.

Was meint ihr dazu?
Weiß jemand, wohin wurden die Wagen gebracht wurden?
Und wenn zur Verladestelle in Payerbach ob die ersten 4 Wagen abgekippt wurden. Wie wurden dann die restlichen abgeladen. Durch Muskelkraft?

Lg Manfred

LBP-H, Kalkwerk

Verfasst: 22. Dezember 2011, 14:14
von Bosna
Lieber Fred!
Danke für das schöne Foto von der ZIAG in Hirschwang.
Die Lok auf dem Foto ist die E II, erkenntlich an den seitlich angebrachten Gußtafeln mit den römischen Ziffern. Diese Lok hat als einzige solche Tafeln getragen (vermutlich noch aus der Zeit bei Redlich & Berger).
Das Foto dürfte zwischen 1935 und 1950 aufgenommen worden sein. Die auf dem Bild abgebildeten Holzkastenkipper waren nähmlich 1950 nahezu komplett ausgemustert und durch Stahlkastenkipper ersetzt (ähnlich den noch vorhandenen auf der Museumsbahn). Wie lange die Verladeanlage für Schüttgut in Payerbach noch exestierte ist nicht ganz klar (vermutlich bis anfang 1960). Genauere Info dürften die Museumsbahner haben. Meines Wissens gab es im Bhf. Reichenau noch ein Transportverzeichnis für Güter das bis 1970 genau geführt wurde. Es wurde dort genau die transportierten Tonnagen aufgelistet (Papier, Kartonagen, Kohle, Holz, Steine, etc.). Sofern es nicht von den Museumsbahnern entsorgt wurde müßte sich das Verzeichnis noch dort befinden. Anhand des Verzeichnisses läßt sich die Einstellung der Transporte genau belegen.
Bezüglich der Fahrzeuge gab (oder gibt) es eine Fahrzeugbroschüre von Hrn. Pribitzer bei der Museumsbahn.
LG Bosna

LBPH-Kalkwerk

Verfasst: 22. Dezember 2011, 14:18
von Bosna
Noch ein kleiner Nachtrag:
Auf der Füllrutsche sieht man ein kleines Tannenbäumchen. Es dürfte sich um das Gleichenbäumchen anlässlich der Fertigstellung der Ladestation handeln vermutlich um 1935-40
LG Bosna

Re: LBP-H, Kalkwerk

Verfasst: 23. Dezember 2011, 04:13
von Klaus
Bosna hat geschrieben:... von Hrn. Pribitzer ...
Helmut Bribitzer († 2011).

lg, k.

Verfasst: 25. Dezember 2011, 19:25
von 1170.401
Grüß' Euch und schöne Feiertage!

Das Bild ist definitiv zwischen 1931 (Errichtung der ZIAG Schleppbahn) und 1950 (Verwertung
aller Kastenkipper 51-56 als Langholztrucks 61"-64" bzw. Drehgestelle für 81) entstanden.

Die Lokomotiven bekamen 1926 hohe Führerhäuser und ab 1953 das Gartenhaus.
(alle Daten laut Bribitzer/Schiendl, ÖGLB 1983, bzw. Schiendl/Strobl, ÖGLB 1986.)

Der Wink mit dem Tannenbäumchen ist also abgesichert, weiß jemand näheres dazu?
edit: Uniformkunde könnte auch hilfreich sein, die Arbeitskleidung im gefragten Zeitraum wohl weniger.

Siehe auch:
http://schlot.files.wordpress.com/2009/ ... rk_001.jpg

l.g., fritz

Verfasst: 27. Dezember 2011, 14:42
von Fred Feuerstein
Hallo zusammen!
Danke für eure Ausführungen. Das Foto vom Kamin kannte ich schon, was aber den Versuch wert.
Kennt jemand sonstige Fotos aus dem Abschnitt oder auch aus der Fabrik?

Lg Manfred

Verfasst: 27. Dezember 2011, 15:46
von Klaus
Fred Feuerstein hat geschrieben:Kennt jemand sonstige Fotos aus dem Abschnitt oder auch aus der Fabrik?
Wenn du mit "Fabrik" die Karton- bzw. die Papierfabrik (und nicht die Anlagen des Kalkwerks) meinst: Ein paar Bilder davon finden sich in der oben erwähnten ÖGLB-Broschüre "Die Lokalbahn und die Museumsbahn Payerbach–Hirschwang" (Schiendl/Strobl 1986): http://www.lokalbahnen.at/hoellentalbah ... 11_web.pdf

Gruß, k.

Verfasst: 27. Dezember 2011, 18:59
von Fred Feuerstein
Hallo Klaus,
ich meinte die Papierfabrik, aber natürlich auch alle anderen Anschlussgleise. Diese Dokumentationen habe ich natürlich alle, ich meine Fotos von Privaten, die noch nicht publiziert wurden.

Frage und Bitte an Bosna

Verfasst: 25. November 2019, 07:26
von bahnarchiv45
Wie kommst du zu dieser Aussage:
Die Lok auf dem Foto ist die E II, erkenntlich an den seitlich angebrachten Gußtafeln mit den römischen Ziffern. Diese Lok hat als einzige solche Tafeln getragen (vermutlich noch aus der Zeit bei Redlich & Berger).
Nach Bildern aus der Anfangszeit hatten alle drei Lokomotiven ursprünglich die seitlichen Gusstafeln mit den römischen Zahlzeichen I - III.

Auch zur leider nur mehr als Torso vorhandenen Lokomotive IV (Werkslokomotive der Papierfabrik Hirschwang) habe ich einige Fragen:
Diese Lok wurde angeblich 1927 beschafft. War sie damals neu oder gebraucht? Hersteller waren die AEG-Union (elektrischer Teil) und Goldeband /mechanischer Teil). Loks dieser Bauart waren um 1916/17 beim k.u.k. Militärbergbau in Prijedor in Bosnien eingesetzt. Hat dazu wer Informationen? Stückzahl, Verbleibe etc.

Verfasst: 25. November 2019, 09:26
von p12578
Firma GOLDEBAND in Wien würde ich vermuten...

Habe ich ja geschrieben ....

Verfasst: 25. November 2019, 09:37
von bahnarchiv45
.... mit einem inzwischen ausgebesserten Tippfehler.
Trotzdem danke!

Verfasst: 26. November 2019, 02:05
von p12578
Entschuldigung, dass hast du eben nicht geschrieben...

Lokalbahnlok I bis III ?

Verfasst: 26. November 2019, 10:43
von penzing1140
Schoenen guten Morgen Bahnarchiv,
waren diese Loks nicht auch auf der Baustelle Karawankentunnel, natuerlich Bahntunnel?? Ich habe da irgend wo eine Erinnerung an ein kleines Heft der LB wo die in verschiedenen Zustaenden abgebildet waren.
Im Staatsarchiv fand ich auch ein paar Zeichnungen davon und machte mich allerdings in 0e an ein Modell in Aetztechnik, aber das war ...
mfg aus Wien Penzing
Josef

Verfasst: 26. November 2019, 14:54
von bahnarchiv45
Danke für die Rückmeldung!
Ja, die 12 Loks waren ursprünglich beim Bau des Karawanken-Bahntunnels in Verwendung (Fa. Groß und Bachstein).
Anschließend standen zumindest 6 Stück beim Bau des Tauernbahntunnels bei der Fa. Redlich & Berger in Verwendung.
Danach wird der Verbleib unklar: 2 kamen 1910 zur ÖAMG auf den Erzberg, 3 1917 nach Payerbach und eine 19xx zur Papierfabrik Ignaz Spiro in Krummau. Vom Rest gibt es bisher keine Information.
Hast du von den Zeichnungen noch Scans?
Hätte daran großes Interesse.
MfG

Payerbacher Lokdenkmal etc

Verfasst: 26. November 2019, 18:40
von penzing1140
Leider nein, das waren sehr grosser Masstab das kann ich mich noch erinnern. Als ich mal ein paar Wochen beruflich in Cairo u Alexandrien war hat meine liebe Frau das Wohnzhimmer entrümpelt und dabei Plandrucke und A3 Kopien entsorgt, Wert ....
Aber im Staatsarchiv ist da noch was.
Von dieser Konstruktion in 0e hat Herr F Felkl vermutlich 2 Aetzrahmen machen lassen, mein Freund Manfred Sch hat ein Modell gebaut, ob es aber jemals fertig wurde ???
mfg aus Wien
Josef

Verfasst: 26. November 2019, 20:39
von bahnarchiv45
Schade, trotzdem danke für die Info!